Erneuerbare Energien beim Hausbau

Die Frage um das passende und zudem richtige Heizsystem verursacht bei so manchen „Häuslbauern“ oft gravierende Kopfschmerzen. Wo andere der Meinung sind, dass es ohnehin keine andere Möglichkeit außer Erdöl, Erdgas, Pellets oder Holz gibt, da denken andere oftmals auch an den Klimaschutz sowie nachhaltiges und zukunftsorientiertes Heizen. Schließlich geht es hierbei auch um eine wohlige Wärme, die nicht nur für das optimale Raumklima sorgen, sondern auch die nicht gerade billige Investition wert sein sollte. Überlegen Sie also genau und lassen Sie sich umfassend beraten, damit Sie auch in den kommenden Jahrzehnten von ihrer Entscheidung weiterhin überzeugt sind.

Doch was genau sind erneuerbare bzw. regenerative Energien und warum sind sie in der heutigen Zeit in aller Munde? Handelt es sich hierbei schlicht und einfach um einen modernen Begriff des 21. Jahrhunderts, wie etwa „Web 2.0“, oder sprechen wir über eine im Rahmen des generellen Heizaspekts wichtige Angelegenheit? Genau genommen meint man mit erneuerbaren Energien solche Energien, die aus sich kurzfristig selbst erneuerbaren Quellen gewonnen werden. Es kann sich auch um solche Quellen handeln, deren Nutzung generell nicht zur Erschöpfung führt. Beispiele für erneuerbare Energien sind Erdwärme, Sonnenenergie, Wasserkraft oder Windenergie. Man spricht in diesem Zusammenhang von umweltschonenden Energien, da sie CO2-neutral sind und außerdem einen Ausweg aus der Knappheit fossiler Energien wie Erdöl und Erdgas darstellen.

Betrachten wir die soeben erneuerbaren Energien im Hinblick auf ihre Bedeutung beim Hausbau, so sei hierbei erwähnt, dass die Solarthermie, nämlich die thermodynamische Nutzung der allgemeinen Sonnenenergie, und die Photovoltaik von besonderer Wichtigkeit sind. Während die Solarthermie dazu dient, Wasser zu erhitzen, wird im Zuge der Photovoltaik ermöglicht, Sonnenenergie in Strom umzuwandeln. Es handelt sich hierbei um umweltschonende Energiemöglichkeiten, die jedoch in ihrer Erstanschaffung relativ teuer sind. Haben sie sich jedoch im Laufe der Jahre amortisiert, so erweisen sie sich als äußerst dienlich und förderlich.

Die Geothermie wiederum meint die geothermische Nutzung der sogenannten Erdwärme. Hierbei ist zwischen der Nutzung unterirdischer Klüfte sowie der Energiegewinnung mittels Erdwärmepumpen zu unterscheiden. Während unterirdische Klüfte Heißwasser bzw. Dampf an Turbinen und / oder Generatoren zur anschließenden Stromerzeugung weiterleiten, beschäftigen sich Erdwärmepumpen mit den jeweiligen Temperaturunterschieden zwischen Erdinnerem und Erdoberfläche. Um die entsprechenden Voraussetzungen für die Heizvariante der Erdwärme gewährleisten zu können, benötigen Sie einen großen Garten. Unter der Erdoberfläche, direkt im Garten, werden die Flächenkollektoren eingegraben. Hierbei müssen Sie auch auf die Bepflanzung Acht geben. Tiefenwurzler und spezielle Baumarten bzw. Sträucher können folglich nicht gepflanzt werden. Ziehen Sie auch eine Tiefenbohrung in Betracht.

Weiters sei im Rahmen der Erdwärme erwähnt, dass auch diese Heizvariante mit nicht unerheblichen Erstanschaffungskosten verbunden ist. Sie ist jedoch äußerst umweltschonend, ebenfalls CO2-neutral und abgesehen vom benötigen Strom völlig kostenlos.

Die älteste Form der sogenannten alternativen Energien ist das Heizen mit Holz. Seit jeher kennt der Mensch die Möglichkeit, Holz als optimalen Brennstoff zu nutzen. Dabei besteht das Ziel der Verwendung von Holz als Brennstoff darin, schnellwachsende Bäume mit möglichst hohem Energie- bzw. Heizwert zu züchten und das daraus gewonnene Brennmaterial in perfekten und qualitativ hochwertigen Öfen zu verbrennen.

Abschließend sei kurz auf die Nutzung von Windenergie für den Hausbau verwiesen. Tatsache ist, dass Windenergie im Rahmen des Hausbaus nur sehr eingeschränkt möglich ist. Grund hierfür sind die großen und teils immensen Windkraftanlagen, die es nur selten erlauben, mit einer Einzelanlage für ein Haus selbst Strom zu erzeugen.